Dienstags morgens flogen wir mit Eurowings von Düsseldorf nach Chania auf Kreta. Die Flugzeit beträgt etwa 4 Stunden und wenn ihr Glück habt, ist das Wetter so klar und schön wie bei uns und ihr könnt fast den ganzen Flug über die kroatische und albanische Küste bewundern! Lese jetzt in unserem Chania Reisebericht, was wir sonst noch in dem schönen Küstenort Kretas erlebt haben!

Anreise und Ankunft

In Griechenland angekommen, planten wir ursprünglich ein Taxi Richtung Chania Altstadt zu nehmen, glücklicherweise fanden wir aber direkt vor der Flughafen-Tür einen Busstand, der uns für 2,50 € pro Person nach einer halben Stunde am Busbahnhof absetzte. Verlasst euch nicht auf die Buszeiten, die im Internet stehen – fragt euch lieber vor Ort durch, denn wie wir lernten, fahren die Busse wesentlich häufiger, als im Internet steht. Wir fuhren übrigens auch auf der Rückreise mit dem Bus.

Der Busbahnhof lag ca. 10 Minuten zu Fuß von unserem Apartment entfernt. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass viele, oder sogar die meisten Hotels, in der sog. Old Town liegen und dieser Bereich für Autos nicht oder nur eingeschränkt befahrbar ist.

Unsere Unterkunft

Über booking.com fanden und buchten wir bei 11 City Apartments. Diese liegen auf der Kondilaki, eine der Hauptstraßen der Altstadt, mit vielen Bars, Cafés und Läden. Zum Check-In müsst ihr in den kleinen Schmuck/Souvenirladen, der direkt an die Apartments angrenzt – dort ist von 8 Uhr morgens bis mindestens 23 Uhr abends immer jemand anzutreffen, wir würden euch allerdings raten, vorher Kontakt zur Unterkunft aufzunehmen und eure ungefähre Ankunftszeit anzukündigen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Booking.com bietet diese Funktion ja seit neuestem auch an.

Wir erreichten die Apartments ca. um 20 Uhr und der Check-In verlief absolut reibungslos! Der Besitzer half uns sogar noch, unsere schweren Koffer die steile Treppe hochzutragen und zeigte uns danach ausführlich, wie wir Fernseher und Klimaanlage steuern konnten und sogar noch, wie man abends die schwere, massive Eingangstür öffnet.

Falls ihr irgendwelche Fragen oder Anliegen habt, zögert auch nicht, den Besitzer oder seine Frau darauf anzusprechen! Am ersten Abend erhielten wir tolle Restaurantempfehlungen, er half uns dabei, einen Bus für unsere Rückreise auszusuchen und war generell sehr nett und zuvorkommend.

Aber kommen wir mal zu unserem Apartment/Zimmer! Das Zimmer war ausgestattet mit einem großzügigen Doppelbett, einer kleinen Kochzeile inkl. externer Herdplatte, Kühlschrank, Wasserkocher, kleinem Duschbad und einer Ess-Ecke. Alles, was man braucht! Wie schon gesagt, war das Zimmer auch klimatisiert, was bei dem Klima wirklich bitter benötigt wird.

Alles in allem, bot das Apartment alles, was wir in unserem Urlaub nötig hatten. Klar, Frühstück ist keins inklusive, dafür konnten wir aber einige lokale Cafés ausprobieren und jeden Morgen etwas anderes frühstücken, was für uns auch seinen Reiz hatte. Sehr nett war auch, dass man als Begrüßungsgeschenk eine Flasche Honig-Raki erhält (sehr lecker!) und einiges an Obst.

Der venezianische Hafen von Chania

Von unserem Apartment aus waren es nur wenige Meter bis zum Markenzeichen Chanias. Der Hafen ist nicht umsonst das Herzstück der Stadt! Im Hafen reihen sich Cafés und Restaurants aneinander und es herrscht reges Treiben zu fast jeder Tageszeit. Während unseres Urlaubs haben wir dort auch zwei Mal gefrühstückt, was sehr spannend war. Entlang des Hafens findet man tagsüber einige Straßenhändler und Tour-Guides und abends Straßenmusiker, die eine urige Atmosphere schaffen.

Wenn man entlang des Hafens läuft, kommt man schließlich zur Hasan-Pascha-Moschee, läuft entlang des Jachthafens, wo sich übrigens auch die Partymeile Chanias versteckt. Hier findet ihr einige Bars mit lauter Musik, aber auch Clubs.

Und wer möchte, kann sogar den ganzen Bogen bis zum Leuchtturm laufen! Da müssen wir aber gestehen, dafür war es uns tagsüber zu heiß und abends versuchten wir es einmal, aber der Weg ist wirklich sehr weit, steinig und holprig und so gaben wir uns mit der Aussicht auf den Hafen zufrieden.

Reisebericht: Eine Woche in Chania

Der nächstgelegene Strand

Der nächstgelegene Strand in Chania war nur wenige Minuten von unserem Hotel entfernt und somit fußläufig auch bei 35 Grad gut erreichbar. Der Weg zum Strand führt durch den venezianischen Hafen, vorbei an zahlreichen Restaurants, kleineren Läden und Gassen. Diese kleinen Gassen solltet ihr euch unbedingt vor oder nach dem Strandbesuch einmal anschauen, es lohnt sich!

Nach ca. 15 Minuten Fußmarsch an der Küste und am Fischerhafen entlang ist der Strand bereits in Sichtweite. Wir hatten in unserer Zeit nie Probleme einen Platz am Strand zu finden, was definitiv ein Plus ist. Was man hierzu jedoch erwähnen sollte: wir haben am Strand häufig bei einem Restaurant gegessen, welches einige Liegen mit Sonnenschirmen anbot. Voraussetzung um diese Liegen nutzen zu dürfen ist jedoch, dass man in diesem Restaurant etwas isst oder trinkt, ansonsten zahlt man für diese fünf Euro, was aus unserer Sicht jedoch völlig in Ordnung war.

Wir aßen dort in der Regel einen griechischen Salat zum Mittag, während wir eine Pause vom Schwimmen einlegten. Zum essen kann man sich entweder an einen der Tische des Restaurant setzen, alternativ bringt das Personal das Essen jedoch auch gerne direkt an die Liegen zum Strand. Wofür wir uns entschieden haben, liegt wohl auf der Hand. 😉

Aber auch Leute, die keine Liege nutzen möchten, werden keine Probleme damit haben, einen Platz am Strand zu finden, da dieser relativ weitläufig ist und sich die Masse an Menschen sehr gut verteilt. Ebenfalls positiv zu erwähnen, der Strand ist relativ sauber und auch sonst haben wir von dort nichts negatives zu berichten.

Die Ledergasse und andere kleine Gassen von Chania

Wir hätten stunden-, wenn nicht sogar tagelang durch die kleinen Gassen schlendern können! Überall gibt es irgendwas zu entdecken, und wenn es nur Katzen, gemütliche Tavernen und Blütensträucher sind. Es lohnt sich definitiv, mal auf eigene Faust und ohne Ziel durch die Stadt zu gehen. Was einem wahrscheinlich als erstes auffällt: überall sind Katzen! Ein paar davon sind gut genährt und tragen Halsbänder, aber die Mehrheit davon sind wohl Streuner. Streicheln lassen die meisten sich jedoch nicht – trotzdem haben wir es bei jeder einzelnen versucht! Manche lassen sich jedoch mit ein paar Snacks bestechen.

Besonders schön fanden wir es auch, über die Ledergasse zu spazieren. Wie der Name schon verrät, ist dies eine Gasse (oder mehrere verzweigte Gassen), in der sich hauptsächlich Lederwaren-Läden aneinander reihen.

Die Auswahl an Läden und Produkten ist schier endlos! Falls ihr also vor eurem Kreta-Urlaub noch Sandalen oder eine Handtasche kaufen wollt… lasst das lieber bleiben und schaut euch das lokale Angebot an! Die Schuhe haben mich fast schwach werden lassen und das obwohl ich vor dem Urlaub noch neue Sandalen kaufte. Auch die Preise sind sehr gut! In den Läden könnt ihr auch sehr gut weitere Souvenirs shoppen, wie beispielsweise lokale Seifen, Gewürze, Olivenöl und weitere Leckereien.

Bootsfahrt und Schnorcheltour nach Theodorou

Im venezianischen Hafen stehen tagsüber jede Menge Anbieter für Bootstouren mit verschiedenen Zielen und Längen. Wir entschieden uns für die 4-stündige Schnorcheltour mit Chania Boat Trips, welche 20 € pro Person kostete und drei Stops beinhaltete: Einen vor Theodorou, einer Insel kurz vor Chania, auf der wilde Ziegen (genannt Kri-Kri) leben, an einem Flugzeugwrack aus dem 2. Weltkrieg und letztendlich auf Lazareta, einer kleinen Insel vor den Stränden Chanias.

So viel zu der Theorie! Naja, eigentlich ist das alles auch genau so eingetreten. Was wir nicht bedachten, ist dass 4 Stunden Bootsfahrt wirklich sehr lange sind, besonders wenn das Boot viel Zeit davon im Stand verbringt und dementsprechend viel schaukelt und auch das Fahren auf dem offenen Meer nicht ganz so smooth ist, wie wir dachten.

An sich war die Bootsfahrt jedoch auch ganz schön. Das Wetter war traumhaft, das Meer glitzernd, blau und kühl – jedoch haben wir keine Ziegen gesehen, was uns schon extrem traurig machte. Das größte Problem war jedoch, dass uns ab ca. Halbzeit der Bootsfahrt furchtbar schlecht war. Auch die abschließende Hafenrundfahrt in Chania konnten wir kaum genießen, da wir eigentlich nur darauf warteten, endlich das Boot verlassen zu können. Lernt also aus unseren Fehlern: Wenn ihr auch nur irgendwelche Zweifel an eurer Seetauglichkeit habt, wählt nicht die 4-Stunden-Tour! Wählt lieber die 1 oder 2-stündige Tour, die auch vom gleichen Anbieter angeboten wird.

Kulinarische Spezialitäten in Chania

Natürlich haben wir auf unserer Reise auch jede Menge kulinarische Highlights kosten dürfen. Da das aber hier ein bisschen den Rahmen sprengen würde, haben wir dazu einen eigenen Post für euch vorbereitet:

Unser Chania-Foodguide

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Reisebericht: Eine Woche in Chania

Wart ihr schon mal in Chania oder auf Kreta generell? Wie fandet ihr es dort und habt ihr noch weitere Tipps für uns?