Der Höhlen- und Schluchtensteig gilt als einer der beliebtesten Traumpfade – wir haben uns den 12 km langen Premium-Wanderweg angesehen und berichten euch, ob er unsere Erwartungen erfüllen konnte!

Der Wanderweg beginnt im kleinen Örtchen Kell in der Vulkaneifel, wo sich auch zwei mögliche Wanderparkplätze befinden. Aufgrund der Beliebtheit dieses Weges empfiehlt es sich, ihn unter der Woche oder früh morgens zu laufen.

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Route „Höhlen- und Schluchtensteig“:

Länge: 12,1 km
Höhenmeter: 405 hm
Dauer: 3,5 Stunden
Schwierigkeit: mittel
Parkplatz: Parkplatz Bergwege, an der K58 (kostenlos)

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Parken am „Höhlen- und Schluchtensteig“

Als wir um 11 Uhr morgens auf dem Parkplatz „Bergwege“ ankamen, war es schon relativ voll dort. Besonders bei sonnigem Wetter lohnt sich also eine frühe Anreise! Ein Plätzchen konnten wir aber noch ergattern und los ging es auch schon.

Aktuell haben wegen Corona alle Traumpfade eine vorgegebene Richtung, so dass sich auf dem Weg, auf den schmalen Pfaden, nicht zu viele Wanderer entgegen kommen, was auch sehr gut funktioniert.

Start der Wanderung mit Aussicht auf das Pöntertal

Schon der Beginn der Wanderung konnte uns begeistern: wir laufen durch das wunderschöne Pöntertal, wo wir dank des guten Wetters eine tolle Weitsicht genießen können. Da es hier wirklich keinen Schutz vor der Sonne gibt, empfehlen wir euch an heißen Sommertagen noch mehr die frühe Anreise und ggf. eine Kopfbedeckung.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell
Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Hinab ins Pönterbachtal

Nach einiger Zeit verabschiedeten wir uns dann vom Feld und es ging hinunter ins schattige Tal! Sanft schlängelt der Weg sich bergab, bis wir schließlich die Brücke erreiche, die uns ins Pönterbachtal bringt. Von da aus geht’s dann erstmal relativ steil bergauf – dies ist aber glücklicherweise auch die einzige nennenswerte Steigung der Wanderung.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell
Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Aussichtspunkt „Schöne Aussicht“ und Schweppenburgblick

Oben angekommen, gibt es zwei Aussichtspunkte, einer der auf den wohlklingenden Namen „Schöne Aussicht“ hört und den Schweppenburgblick.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Nachdem wir etwas den Wald durchqueren, kommen wir schließlich zum Aussichtspunkt Schweppenburgblick. Von hier aus hat man eine richtige schöne Aussicht bis hin zur namensgebenden Schweppenburg, aber man sieht auch schon fast die nachfolgenden Trasshöhlen und das Viadukt des Vulkanexpresses, wo wir später auch noch ganz nah dran vorbei gehen werden.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Auf Treppen verlassen wir nun wieder die Anhöhe und es geht bergab – auf zum schönsten Teil der Wanderung!

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Durchquerung der Trasshöhlen

Im letzten Drittel der Wanderung macht der Premium-Wanderweg Höhlen- und Schluchtensteig dann seinem Namen alle Ehre: wir passieren die Trasshöhlen! Trotz unserer Erwartungen ist es hier auch nicht wesentlich voller als auf dem Rest des Wanderweges. Manche der Höhlen sind allerdings wirklich sehr dunkel, am besten, ihr nehmt hier eine Taschenlampe oder zumindest euer Handy zur Beleuchtung mit.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell
Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell
Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Wie oben schon erwähnt, passieren wir inmitten der Trasshöhlen auch das Viadukt des Vulkanexpresses. Mit etwas Glück kann man hier die Brohltal-Eisenbahn vorbeifahren sehen!

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell
Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Unser Highlight der Wanderung: die Wolfsschlucht

Der letzte Teil der Wanderung war dann gleichzeitig auch unser Highlight des Tages, nämlich die Wolfsschlucht. Sobald man diese betritt, fühlt man sich entweder wie im Märchen oder auf jeden Fall sehr weit weg von den offenen Feldern und Wäldern, in denen man eben noch war. Plötzlich befindet man sich im Märchenwald und stiefelt nicht nur durch dicht bewachsene Pfade, sondern direkt neben einem eröffnet sich auch noch der Abgrund mit einer massiven Steinwand auf der anderen Seite. Sehr beeindruckend und einfach magisch!

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell
Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell
Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell
Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Und als wäre die Schlucht mit den ganzen kleinen Bächen und Brücken nicht schon magisch genug, befindet sich kurz vor Verlassen der Schlucht (zumindest in unserer Gehrichtung) auch noch ein Wasserfall!

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Mit Siebengebirgsblick zurück zum Parkplatz

Durch den Wald schlängelte sich dann unser Rückweg zum Parkplatz.

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Auf dem Rückweg zum Parkplatz wartete dann noch ein schnell übersehenes Highlight auf uns und zwar der Aussichtspunkt Siebengebirgsblick. Wenn man von dort aus mal genau hinschaut (oder eventuell eine Kamera/Handy mit Zoom zur Hilfe nimmt) kann man von dort aus nämlich sogar bis zum Drachenfels sehen!

Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig in Kell

Unser Fazit zum Traumpfad „Höhlen- und Schluchtensteig“

Unsere Meinung zum Höhlen- und Schluchtensteig ist etwas durchwachsen. Einerseits sind die tatsächlichen Höhlen und Schluchten ein wirklich einmaliges Highlight in der Gegend – andererseits war der Rest des Wanderweges leider etwas unspektakulär. Aber da die Wanderung inkl. Parkplatz natürlich kostenlos ist, sollte man sie auf jeden Fall mal gemacht haben, besonders wenn die Anreise nicht allzu weit ist. Was wir etwas schade fanden, war dass sogar Mitte Juli an einem Samstag-Nachmittag alle Einkehrmöglichkeiten am Weg geschlossen waren, und das obwohl es direkt am Weg sogar zwei Lokale gab. Aber da kann natürlich der Weg an sich nichts für!

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