Heute wollen wir euch in die Niederlande mitnehmen: ganz kurz hinter der Grenze befindet sich das beschauliche Örtchen Stevensweert, welches mit einem interessanten Wanderweg aus der Reihe „WaWaWe“ (Wasser.Wander.Welt) punkten kann. Kommt mit uns auf den Molenplas-Wanderweg und genießt die Aussicht auf den wunderschönen Mühlensee!

Wanderweg Molenplas bei Stevensweert (NL)

Routenprofil Molenplas

Länge: 5,9 km (7,6 km mit Umleitung bei schlechtem Wetter/Hochwasser)
Profil: leicht
Dauer: ca. 2 Stunden
Saison: ganzjährig

Wanderweg Molenplas bei Stevensweert (NL)

Start an der Hompescher Mühle

Start der Wanderung Molenplas ist an der Hompescher Mühle. Diese ist sehr gut ausgeschildert, lässt sich mit dem Navi gut finden und hat einen großen und kostenlosen Wanderparkplatz. Außerdem bietet die Mühle ein kleines Café mit Biergarten für eine Einkehr nach der Wanderung.

Man überquert von der Mühle aus eine kleine Landstraße und dann geht’s auch schon los: Am Eingangstor wird man (auf holländisch) über die frei lebenden Konik-Pferde und Galloway-Rinder im Naturschutzgebiet informiert, denen man sich nicht mehr als 25m nähern sollte (dazu später mehr) und Hunde müssen außerdem auch angeleint werden.

Direkt hinter dem Eingang ist ein kleiner Hügel als Aussichtsplattform – da mussten wir natürlich sofort hochklettern! Einmal oben wird einem eine Vorschau von dem geboten, was man die nächsten 2 Stunden bewandern wird!

Die ersten Kilometer des Weges führen direkt am See vorbei und bieten eine wunderschöne Aussicht. Besonders Vogelliebhaber und -beobachter kommen hier auf ihre Kosten! Dann verdichtet sich das Gebüsch jedoch etwas und der Weg führt erstmal etwas weg vom See, durch eine wunderschöne und blühende Heide.

Wanderweg Molenplas bei Stevensweert (NL)

Hier gibt es dafür aber nicht weniger zu sehen. Auf den Blüten tummeln sich die Insekten und es blüht auch im Spätsommer in einer Farbenpracht.

Bei 30 Grad waren wir dankbar, für ein paar Minuten ein Waldstück zu erreichen. Leider gibt es entlang des ganzen Weges (außer ganz am Ende auf einem Hügel) keine Bänke oder sonstiges, denn das schattige Stückchen und der ruhige Wald luden auf ein Päuschen ein. Aber – no rest for the wicked!

Weggabelung: Gutes oder schlechtes Wetter?

Kurz nach dem Waldstück erreicht man auch schon eine Gabelung. Bei schlechtem Wetter, wenn die Trittsteine, auf denen man den See überqueren soll, nicht begehbar sind, muss man die Umleitung außenrum wählen, die die Wanderung um ca. 2 km verlängert. Glücklicherweise erwischten wir aber bestes Wetter und waren schon gespannt auf die Überquerung! Aber erstmal kam diese kleine Brücke, die uns auf eine kleine Insel führte.

Dann plötzlich die Überraschung: Schon die ganze Zeit während unserer Wanderung sahen wir Kuhfladen und Pferdeäpfel und fragten uns, was hier wohl für Tiere leben würden, und wo sich diese verstecken. Und dann lichteten sich die Bäume und es bewegte sich etwas im Gebüsch!

Überquerung des Sees

Bevor wir die Tiere näher begutachten konnten, mussten wir aber noch den See über die berühmten Trittsteine überqueren! Diese waren zwar ein bisschen nass, aber kaum rutschig und dank des Seils musste man sich auch gar keine Sorgen machen, versehentlich ins Wasser zu fallen.

Begegnung mit der Konik-Herde

Kaum waren wir auf der anderen Seite, sahen wir auch schon die ganze Herde, sogar mit einigen Fohlen. Direkt auf unserem Wanderweg! Die Pferde interessierte es herzlich wenig, dass wir 25 m Abstand von ihnen halten sollten und so schlichen wir ganz leise um sie herum und wagten es kaum ein Wort zu sagen, bis sie außer Hörweite waren. Ein magischer Moment!

Wanderweg Molenplas bei Stevensweert (NL)

Vogel-Aussichtspunkt

Nur wenige Meter danach passiert man den Vogel-Aussichtspunkt, der seinem Namen alle Ehre machte. Vogel-Liebhaber sollten hier am besten ein Fernglas mitnehmen, denn wie man sieht ist die kleine Vogel-Insel einige Meter entfernt und sehr lebhaft besiedelt!

Wanderweg Molenplas bei Stevensweert (NL)

Wanderung durch die Heide

Nach der Vogel-Insel folgte der etwas langweilige Teil der Wanderung. Die Heide war lang, etwas langweilig und erbarmungslos sonnig. Rund um den See verteilen sich die Stromleitungen und auch hier passiert man einen großen Masten direkt neben dem Wanderweg. Daran darf man sich bei dieser Wanderung nicht stören – man ist leider nicht in der unberührten Natur unterwegs, sondern läuft auch des öfteren direkt an der Landstraße vorbei.

Rückkehr zum Hompescher Mühle

Die Zielgerade heißt einen Willkommen mit einem Ausblick auf die Mühle! Trotz dass die Wanderung relativ kurz war, waren wir dank der Hitze sehr froh, das Ziel im Blick zu haben.

Ein weiteres Highlight ist auch das Monument von 2.000 Jahre alten Bäumen. Diese wurden beim Ausgraben der Kiesgrube gefunden und dann als Andenken wieder aufgestellt. Schon eine komische Konstruktion – eine Mischung aus abgestorbenen Bäumen und Kunstwerk?

Wanderweg Molenplas bei Stevensweert (NL)

Abendessen bei Mr. Johnny in Posterholt

Nach der Wanderung war der Hunger schon groß! Wir beschlossen aber, nicht in der Hompescher Mühle einzukehren, sondern etwas entfernt in Posterholt bei Mr. Johnny zu essen. Mr. Johnny ist eine Art American Diner/Imbiss und serviert feinste holländische Fritten, klassische Imbiss-Snacks und sehr saftige Burger in amerikanischen Ambiente.

Wie schon erwähnt waren es bei unserer Wanderung 30 Grad, weshalb wir auf der ruhigen Terasse des Lokals Platz nahmen. Wir bestellten frietjes speciaal, Kipfingers (frittierte Hühnchen-Sticks) und Cheese-Burger + Milkshakes. Wer von Montag bis Donnerstag Mr. Johnny besucht, kommt in den Genuss des XXL-Menüs mit einem XXL-Burger, Pommes und Onion Rings.

Von unserer Heimat Mönchengladbach ist Mr. Johnny zwar ein bisschen was entfernt, trotzdem fahren wir dort gerne und regelmäßig hin, einfach weil es so lecker ist. Das Ambiente stimmt, die Preise sind wirklich gut und die Mitarbeiter dort sind sehr nett!

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Wanderweg Molenplas bei Stevensweert (NL)

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