Vergangenen Feiertag unternahmen wir mal wieder einen Ausflug: diesmal ging es mit der KD zu einer Bootsfahrt durch’s Siebengebirge nach Linz am Rhein!

Anfahrt, Parken & Frühstück

Unsere Bootsfahrt ins Siebengebirge startete in Bonn. Glücklicherweise fanden wir auf Groupon noch einen Gutschein für das Frühstück im Hilton Hotel. Dieser kostete 38 € für zwei Personen, inklusive Getränken und vorallem: inklusive Parken im hoteleigenen Parkhaus! Das Hilton Hotel Bonn liegt nur wenige Meter vom Anlegepunkt der KD entfernt und eignet sich daher perfekt für ein ausgiebiges Frühstück vor der Bootstour.

Abfahrt in Bonn

10:30 Uhr ging’s los am KD-Anleger in Bonn. Wir würden euch allerdings empfehlen, schon etwas früher dort zu sein, um auf dem Schiff einen schönen Fensterplatz einzunehmen. Wir waren ca. 20 Minuten vorher auf dem Schiff und die obere Etage war schon voll! Aber auch unten sitzt man sehr schön und kann die traumhafte Aussicht auf den Rhein genießen.

Auf allen KD-Fahrten werden natürlich Getränke serviert, aber auch Essen – egal ob warm, kalt, süß, herzhaft, Kuchen… für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein. Man sollte aber auf jeden Fall das Essen schon bei der Abfahrt bestellen, da es sonst vielleicht etwas knapp werden könnte.

Die Sehenswürdigkeiten auf dem Weg

Bekanntlich ist ja der Weg das Ziel! Schon kurze Zeit nach dem man Bonn verlässt, passiert man Königswinter. Das ist nicht nur ein schönes Städtchen, welches wir auch gerne nochmal in einem anderen Ausflug erkunden möchten, sondern ist vor allem durch den Drachenfels und Schloss Drachenburg bekannt. Und diese sieht man vom Schiff aus richtig gut!

Direkt nach dem Drachenfels folgt das Siebengebirge. Hier müssen wir auch unbedingt demnächst mal wandern gehen (hat jemand schöne Wanderwege auf Lager?), denn plötzlich ist der Rhein umringt von Bergen – sieben um genau zu sein! Dazwischen immer mal wieder große Villen, urige Fachwerkhäuser und kleine Dörfer. Hauptsächlich aber sehr viel grüne Natur.

Gegen Ende der Bootsfahrt passierten wir noch Remagen – und somit auch die Brückenpfeiler der ehemaligen Brücke von Remagen. Diese ist ein geschichtsträchtiger Ort des 2. Weltkriegs, da im Krieg die rechtzeitige Sprengung der Brücke misslang und somit die Truppen der Alliierten wesentlich schneller die andere Rhein-Seite erreichen konnten.

Von Bonn nach Linz: eine Bootsfahrt ins Siebengebirge

Unsere Fahrt von Bonn nach Linz dauerte etwas länger als 2 Stunden und die Zeit verging wie im Flug! Im Boot ist es muckelig warm – es spricht also nichts dagegen, auch bei schlechtem Wetter oder Kälte eine Bootsfahrt zu unternehmen. Die meisten unserer Mitfahrer hatten ebenfalls ihre Endstation in Linz, so dass bei Ankunft erstmal die Touristen in das Dorf strömten.

Linz am Rhein – hier steht die Zeit still

Der Weg vom Bootsanleger in die Altstadt ist einfach zu finden und gut ausgeschildert. Im Zweifel läuft man einfach allen anderen hinterher, die auch dorthin gehen. 😉

Nur wenige Menschen trieben sich bei unserem Aufenthalt auf den Straßen von Linz herum. Die meisten davon waren Touristen, die gemeinsam mit uns vom Schiff stiegen. Dies lag mit Sicherheit am Feiertag und am schlechten Wetter. Wenn man jedoch auf die läppische Zahl von gerade einmal 6000 Einwohnern achtet, verwundert der Anblick noch weniger.

Auf unserem Weg durch die Stadt liefen wir an vielen kleinen Läden vorbei, die überwiegend Boutiquen, Restaurants oder Cafés waren und trotz des Feiertags sogar geöffnet hatten. Zwischendurch werden diese Reihen von einzelnen Buchhandeln und anderen Dienstleistungsbetrieben unterbrochen. Zu einem großen Shopping-Trip lädt die Stadt eher nicht ein – große Ketten und Fast Fashion findet man hier vergeblich. Trotzdem oder gerade deswegen ist es sehr gemütlich und teilweise wirkt es so, als würde die Zeit hier stillstehen. Auch der altertümliche Stil der Häuser versprüht ein Gefühl von Ruhe und hat einen gewissen Charme, auch wenn wir uns einig waren, dass uns das Gefühl, so abgeschottet zu leben auf Dauer nicht gefallen würde.

Spontaner Wanderexkurs auf den Rheinstieg

Als wir durch die kleine Stadt schlenderten, viel uns plötzlich ein Weg bergauf ins Auge, der als Wanderweg gekennzeichnet war! Jeder, der uns kennt weiß, dass wir diesen natürlich sofort erkunden mussten. Wir stiegen den recht steil nach oben führenden Weg in S-Kurven nach oben und bereits nach ca. 15 Minuten erreichten wir den Gipfel des Kaiserbergs. Oben angekommen läuft man zunächst an einer Kirche vorbei, ehe sich einem unmittelbar neben einem Fußballplatz (dem Kaiserbergstadion) ein atemberaubender Anblick auf Linz und die gegenüberliegende Rheinseite und das Rheintal bietet.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und einigen Fotos brachen wir über den selben Weg wieder nach unten auf. Wir hätten den Pfad auch noch weiter erkunden können – auf Grund unseres kurzen Aufenthalts, dem sich verschlechternden Wetter und der Tatsache das wir gerne noch etwas essen wollten, entschlossen wir uns jedoch dazu, den Rückweg anzutreten.

Von Bonn nach Linz: eine Bootsfahrt ins Siebengebirge

Mittagessen im Restaurant am Strünzerbrunnen

In Linz gibt’s wahnsinnig viele Gaststätten, die allesamt sehr einladend aussehen! Die Wahl fiel uns wirklich schwer. Viele Lokale hatten trotz der Jahreszeit (Anfang Oktober) noch Tische draußen stehen, aber wir waren etwas durchgefroren und wollten uns gerade irgendwo reinsetzen. Direkt hinter dem alten Stadttor findet man das gemütliche Restaurant am Strünzerbrunnen, welches uns mit seinem Schnitzeln, Pfifferlingen und Federweißer anlockte. Und genau das bestellten wir dann auch: Schnitzel in Pfeffersauce mit Pfifferlingen und Kroketten. Sehr lecker und empfehlenswert, dazu auch noch preiswert! Dazu gab’s noch einen kleinen Salat. Die Bedienung ist wirklich sehr freundlich und aufmerksam – hier fühlt man sich willkommen. Gut fanden wir auch, dass die Portionen nicht übermäßig riesig sind, wie das bei Schnitzeln manchmal der Fall ist.

Von Bonn nach Linz: eine Bootsfahrt ins Siebengebirge

Rückfahrt nach Bonn

Eigentlich hatten wir eine Rückfahrt um 16:50 Uhr gebucht. Wir müssen aber gestehen, dass wir wie schon gesagt ein bisschen durchgefroren waren: es war usselig, hat den ganzen Tag genieselt und der Wind war auch nicht gerade gnädig mit uns. Deshalb wollten wir nach dem Essen am liebsten schon wieder fahren. Glücklicherweise fuhr laut Plan bereits um 15:50 ein Schiff. Dort fragten wir, ob man uns auch mitnehmen würde – das war überhaupt kein Problem.

Von Bonn nach Linz: eine Bootsfahrt ins Siebengebirge

Zurück fuhren wir mit dem beeindruckend großen Schiff RheinFantasie – das allein war schon eine Erfahrung! Einziger Nachteil: die blaue Tönung der Scheiben ist nicht gerade vorteilhaft für Fotos. 😉 Aber dieses Schiff fährt wie eine Wolke und die Fenster bieten einen beeindruckenden Panoramablick.

Von Bonn nach Linz: eine Bootsfahrt ins Siebengebirge

Fazit

Wenig überraschend lässt sich auch bei diesem Trip mit der KD festhalten, dass wir wieder einiges gesehen und erlebt haben. Die Fahrt verlief super, dass Personal war sowohl beim Frühstück im Hilton, als auch auf den Schiffen der KD sehr freundlich und hat uns gut bedient. Das Städtchen Linz eignet sich super, um einen gemütlichen Tag dort zu verbringen, wobei wir jedoch nicht empfehlen würden, mit dem Auto auf einen großen Shopping-Ausflug dorthin aufzubrechen, denn dafür ist die Stadt nicht groß genug und bietet keine Läden, für die es sich lohnt einen weiten Weg auf sich zu nehmen (oder viele Parkplätze für Autos). Für eine kleine Sightseeing-Tour nach der Bootsfahrt, ein Stück Kuchen und ein Glas lokalen Wein oder Federweißer lohnt es sich aber alle Mal!

Lest euch gerne auch den Beitrag über unseren Tagesausflug in Düsseldorf durch, denn dort haben wir ebenfalls eine kleine Fahrt mit der KD unternommen! Habt ihr auch schon eine Bootsfahrt mit der KD unternommen und wie sind eure Erfahrungen bisher gewesen?

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Von Bonn nach Linz: eine Bootsfahrt ins Siebengebirge